4. Spieltag – Varrel – viel Licht – wenig Schatten

Aus dem Vorfeld der Spiele Varrel 1 gegen BSG 1 und BSG 2 gegen Varrel 4 gibt es Interessantes zu berichten.

Der Verein leidet noch unter leichtem Spielermangel. Die Nerven des Mannschaftsführers liegen daher oft blank, bis die Zusagen für zwölf Spieler und Fahrer der Jugendmannschaften nach Telefonaten und Mails und WhatsApp – Apellen eingeholt sind. Die Spielmoral der 1. Mannschaft hat sich dabei im Vergleich zum letzten Jahr erheblich gebessert und es ist Verlass!

Um die Moral der Jugend weiter aufzubauen, hatte der Trainer die Jugendmannschaft, die die Tabelle in der D2 Klasse anführte, auf einen Sieg gegen den vermeintlich Tabellenletzten eingestimmt.

Am Freitag vor den Spielen war alles perfekt vorbereitet? Weit gefehlt und unverhofft kommt oft.

Beim Aufbauversuch des Turniers am Samstagnachmittag gegen 15:00 in der Edith Stein Schule stellte sich heraus, dass die Schule zum Jahreswechsel die Schlösser ausgetauscht hatte und so der Zugang zum Spielsaal versperrt war. Leider war der Club hierüber nicht informiert. Ein Ersatzraum stand nicht zur Verfügung. Natürlich war am Samstag auch niemand erreichbar, so dass stundenlang eine Spielabsage im Raum stand und sich erst nach einer umfangreichen Internet-Recherche nach der passenden Ansprechperson das Problem glücklicherweise gegen 20:30 entspannte.

Leider zahlte sich diese Kraftanstrengung am Ende nicht aus, wie wir beim Bericht über das Spiel BSG 2 – Varrel 4 noch sehen.

Varrel 1 – BSG 1 (Stadtliga) 3:5

Nachdem wir im letzten Jahr in Varrel stark ersatzgeschwächt mit nur 6 Spielern 2,5:5,5 verloren hatten, reisten wir diesmal als Siebter an, um gegen den Vierten zu spielen. Auf jeden Fall wollten wir einen Punkt mit nach Hause nehmen, um uns weiter von Tabellenende abzusetzen.

Dmytro beendet seine Partie souverän als Erster nach etwa einer Stunde. 

Brett 1 – Dmytro Vasilenko – Heiko Fischer (1729) 

Nathan und Harald verloren Ihre Partien, so dass der Gastgeber zeitweise mit 2:1 in Führung gehen konnte und auch bei Olaf sah es nach knapp zwei Stunden eher bescheiden aus.

Brett 4 – Thomas Repenn (1700) – Nathan Lantsberg

Nils spielte remis – 2,5:1,5. Als ich nach knapp 2 ¼ Stunden mir die laufenden Partien ansah, stand ich unter dem Eindruck, dass eine Mannschaftsniederlage drohte. Doch dann drehte sich der Wind und als Olaf seine Partie überraschenderweise durch ein zweizügiges Matt gewann und Hermann seine Partie sicher nach Hause brachte, stand es plötzlich 3,5:2,5. Nach 2 ½ Stunden hatten Peter B. und Peter F. in den beiden letzten noch laufenden Partien die Endspielphase erreicht.

Brett 3 – Peter Frei (1770) . Jürgen Rahn (1709) 

Peter F. hatte das Gefühl, dass seine Stellung besser war. Die spätere Engine Analyse gab Ihm recht (+1,5). Allein T + S Endspiele bei gleichen Bauern sind tückisch und geben viel Gelegenheit, die Sache noch zu verderben. Daher bevorzugte er, sich mit einem Remis durch dreimalige Stellungswiederholung zufrieden zu geben. Der Stand nach 2 ½ Std. und 35 Zügen: 3:4 und ein sicherer Mannschaftspunkt für die Gastmannschaft.

Der Autor schätzte die letzte Partie als Remis ein. Sie musste die Entscheidung bringen. Peter B., der ein echter Schach-Sportler ist, ließ es sich nicht nehmen, die Sache bis auf die Spitze zu treiben. Am Ende siegt er nach etwa 3 Stunden und mehr als 50 Zügen in einem dramatischen Endspiel. In ausgeglichener Stellung strauchelte sein Gegner beim 42. Zug und musste nach mehreren beiderseitigen Ungenauigkeiten 10 Züge später aufgeben.

Brett 2 – Furian Michael (1909) – Peter Bindrim (1906) – nach dem 41. Zug von Schwarz

Tabelle nach Runde 4

Der Wettkampf endete damit 3:5 und brachte der Bremerhavener Schach-Gesellschaft mit Rang 4 Ihre bisher beste Platzierung in der Stadtliga.

BSG 2 – Varrel 4 (D2-Klasse)

Der Trainer hatte die 2. Mannschaft, die nach drei Spieltagen völlig unerwartet auf Platz 1 der Tabelle lag, auf einen Sieg gegen den Tabellenletzten eingestimmt. Umso erstaunter war er, als er spät am Abend vom Ergebnis (0:4) erfuhr.

Woran hat et jelegen? Man sollte diese ausführliche Analyse nicht zu ernst nehmen, denn: Solche Sachen passieren.

Tabelle nach Runde 4

Noch immer liegt die 2. Mannschaft auf Platz 3 der Tabelle und kann die Finalrunde aus eigener Kraft erreichen. Also am besten abhaken und weiterspielen und sich nicht irritieren lassen. Fest steht jedoch: an diesem Tag haben die besser gespielt als wir. Sicher ist es nicht verkehrt, sich die Partien noch mal genauer anzusehen … Da lernt man oft am meisten.

3. Spieltag gegen Bremen Nord 2 und Findorff 7

Wieder hatten wir uns viel vorgenommen. Im Frühjahr hatte das Team Bremen Nord 2 im Endspurt noch mit 4 ½ : 3 ½ besiegt. Unsere erste und zweite Mannschaften fieberten mit Erwartung in den 3. Spieltag entgegen, trotz Fehlens von Peter Bindrim, unserem Brett 2.

Leider zog dann noch ein graues Wölkchen am Himmel auf. Auch Mirko, der normalerweise 3 Brett spielt, musste krankheitsbedingt absagen, so das der Mannschaftsführer beide Mannschaften komplett umbauen musste. Auch die 2. Mannschaft schien sehr gut aufgestellt und wir durften uns Hoffnung auf einen Sieg machen. Nun musste ein Jugendspieler an Brett 8 in der 1. Mannschaft nachrücken.

Insgesamt wurden 6 Partien aus beiden Wettkämpfen einsammelt, die im Folgenden im Wesentlichen unkommentiert vorgestellt werden. Freilich zeigt die Computeranalyse, wo der Hund begraben liegt oder gute Züge zum verdienten Sieg führten. Einige kleine Anmerkungen seien dennoch gestattet.

An Brett 1 lieferte Dmytro wieder eine Klasseleistung ab. Leider hat es mit Schwarz dann zum Sieg nicht ganz gereicht, was aber wohl daran lag, dass beide Seiten eine fast fehlerfreie Partie spielten (siehe Partie). Stand 0,5:0,5. An Brett 8 unterlag unser Jugendspieler, Kemran, der dankenswerterweise eingesprungen war, in seiner ersten Turnierpartie nach 60 Zügen (siehe Partei). Stand 0,5:1,5. Sieht man sich die Partie an, stellt man fest, dass er bis zum 15. Zug durchaus eine vorteilhafte Stellung erarbeitet hat, der er dann durch einige suboptimale Züge schrittweise verschlechterte. Insbesondere der Zug 18. Kh2 … entfernte den König völlig zu Unrecht und ohne Not vom aktiven Geschehen auf dem Brett. Solche Züge lassen sich mitpraktischer Erfahrung vermeiden.

Nils siegte. Stand 1 ½ : 1 ½. Ausgleich

Nach etwas mehr als zwei Stunden bewegte sich der Wettkampf in die entscheidende Phase und der Mannschaftsführer war noch recht optimistisch auf einen glücklichen Ausgang. Nathan hatte im T+B Endspiel zwei Bauern weniger, schaffte es aber irgendwie zum Remis. (Stand 2:2). Ich selbst hatte an Brett 2 mit Weiß eine schwierige Partie und stand von Beginn an unglücklich. In der Analyse bewegte sich die Bewertung Schritte für Schritt auf bedenkliche -3. Dann entfernte mein Gegner mit 19. … O-O seinen König vom aktiven Spielgeschehen und nach dem späteren Tausch der Schwerfiguren 30. … Txc1 31. Txc1 Txc1 32. Kxc1 … war die Stellung völlig ausgeglichen und ich sah keine Möglichkeit noch auf Gewinn zu spielen, was er zunächst ablehnte, um es vier Züge später anzunehmen (Stand 2 ½ : 2 ½). Harald unterlag, Hermann gewann. Stand 3 ½ : 3 ½.   

Die letzte und längste Partie musste die Entscheidung bringen. Nach langem Kampf unterlag Olaf in einem Läuferendspiel. Endstand 3 ½: 4 ½. Der Wettkampf endete gegen 13:15. Eine bis zum Schluss spannendes Match.

Werfen wir nach den Partien einen Blick auf die Tabelle der Stadtliga.

Brett 1 W. Müller (Bremen Nord 2) – D. Vasylenko (BSG 1) 1/2:1/2

Brett 2 Peter Frei (BSG) – Klaus Hattenhauer (Bremen Nord 2) 1/2:1/2

Brett 4 Nils König (BSG) – Wender (Bremen Nord) 1:0

Brett 8 Kemran Shefkaev (BSG 2) – Hannes Harsdorf (Bremen Nord 2) 0:1

Werfen wir einen Blick auf die aktuelle Tabelle:

  1. Mannschaft

Eigentlich wollten wir diesmal mit Kemran an Brett 3 antreten, was unsere Siegchancen wesentlich verbessert hätte. Kemran wurde in der 1. Mannschaft eingesetzt. Brett 1 Lukas (siehe Partie), Brett 2 Dawood (siehe Partie) und Brett 3 Svenson, die auch die ersten beiden Spiele erfolgreich gespielt hatten, spielten wieder 1-3. An Brett 4 kam diesmal Ida zum Einsatz.

Letztlich endete der Vergleich mit dem Tabellenzweiten nach etwas mehr als einer Stunde mit einem gerechten Unentschieden. Allgemein wird in der Mannschaft noch viel zu schnell gespielt, was natürlich die Fehlerrate (z.B. Einstellen von Material) negativ beeinflusst.

Werfen wir einen Blick auf die Tabelle der D2-Klasse. Die Aussichten einen Finalrundenplatz (1./2.) zu erreichen. Der nächste Gegner am 18.01., Varel 4, ist zurzeit Tabellenletzter. Entscheidend wirddas Spiel in Runde 5. Anfang Februar gegen Werder 8 zum dem wir in stärkster Aufstellung antreten werden.

Brett 1 Luessenhop,Hartmut (Findorff 7) – Lukas Chen (BSG 2) 1:0

Dawood Eusha (BSG 2) – Emil Brandes (Findorff 7) 1:0