Eine Zwischenbilanz zur Mitte der Saison 24/25

In der Stadtliga sind 5 von 9 Runden gespielt. Die 5 Runden der Vorrunde der D-1 Klasse sind gespielt. Damit ist die Saison für die Jugendmannschaft beendet.

  1. Mannschaft

Für unsere vier Jugendspieler war es die erste Teilnahme an den Mannschaftswettkämpfen und hier stand im Vordergrund: Erfahrung mit Langpartien zu sammeln. Ein Blick auf die Abschlusstabelle zeigt, dass unsere Mannschaft am Anfang der Saison mit Abstand (111 DWZ-Punkte auf Varrel 3) die Schwächste im Feld war.

Besonders erfreulich ist, dass es im Laufe der Saison gelungen war, alle Spiele mit kompletter Mannschaft zu spielen. Wir waren mit genau vier Spielern (ohne Ersatzspieler) in die Saison gestartet. Irgendwas läuft meistens schief. Aber wir hatten Glück, dass im Laufe der Saison noch einige Spieler zu uns stießen, die für das Team, wenn Engpässe auftraten, eingesprungen sind. Danke Dirk, Erwin und Lars.

Wie bringt man die Jugendspieler zum Spielort. Die Jugendmannschaft in der D-1 Vorrunde war als reine Jugendmannschaft aufgestellt und hatte in der Saison drei Heim- und zwei Auswärtsspiele zu absolvieren. Vor allem Dirk Riemer ist hier zu danken, der freundlicherweise den Transport im letzten Spiel nach Varrel übernahm und kurzfristig dort eingesprungen ist, als ein Jugendspieler absagte. Nach Riede hatten wir das Team auf abenteuerliche Weise beim 3. Spieltag im Huckepack Verfahren transportiert, nachdem der zugesagt Fahrer kurzfristig absprang.

Vor dem letzten Spieltag lag das Team auf dem letzten Platz, doch gegen den Vorletzten, Varrel 4, rechneten wir uns einiges aus. Es hat geklappt und das Team konnte mit einen 3:1 Sieg nach Hause fahren und die rote Laterne abgeben. Dies ist für den Verein ein schöner Erfolg.

Maxim feiert, als bester Spieler der Mannschaft, seinen dritten Sieg im vierten Spiel und Mikhail, diesmal an Brett 1 und machte seinen ersten Punkt in einem Mannschaftswettkampf der Herren.

Partien in der Liga haben eine Bedenkzeit von 90 min 40 Züge und 30 min für den Rest der Partie bei 30 sec Inkrement je Zug vom ersten Zug an. Im bisherigen Verlauf der Saison wurden die Partie der Jugendspieler oft überhastet gespielt, so dass sich bereits in den ersten 20 Zügen grobe Fehler einschlichen. Dies war diesmal nicht so. Es scheint also schein ein gewisser Lerneffekt eingesetzt zu haben. Hier ein Partiebeispiel.

Cordero Ismael (1081) Varrel 4 – Mikhail Ladzeyeu (923) Bremerhavener SG 2 (35. Zug Weiß)

Wir steigen bei 35. Zug in die Partie ein. Zuvor gab es einige grobe, aber nicht entscheidende Fehler auf beiden Seiten. Die Stellung zeigt den Weißen bereits in Vorteil, den Mikhail nun konsequent zu einem Matt verwertet. Chapeau.

Das Ziel der 2. Mannschaft in der Saison 25/26 sollte nun sein, mindestens einen Platz im Mittelfeld zu ergattern.

  1. Mannschaft

Wenn die erste Fußballbundesliga startet, geht niemand davon aus, dass Holstein Kiel Meister wird oder Bayern München auf dem letzten Platz landet. Unser Ziel ist, dieses Jahr in der Stadtliga zu bleiben, was wir zuletzt in der Saison 21/22 nicht geschafft hatten. Der ein oder andere Spieler der Mannschaft wird sich noch erinnern. Nach einiger Aufregung über ein annulliertes Spiel, sieht die Tabelle nach dem 5. Spieltag nun so aus. Die Annullierung wurde zwischenzeitlich aufgehoben.

Der 5. Spieltag brachte eine Megaüberraschung, weil es DSK 2 gelang, den haushohen Favoriten LHW 1 knapp mit 4 ½:3 ½ zu besiegen und damit auf Aufstiegskurs steht.

Tabellenstand Verbandsliga Nord nach Runde 5

Zugute kam uns, dass unsere Schachfreude aus Leherheide Ihren 2. Sieg in der Verbandsliga Nord feiern konnten und damit sehr gute Chancen haben, den Klassenerhalt zu schaffen. Dies hat zur Konsequenz, dass nur der Letzte aus der Stadtliga in die A-Klasse absteigt.

Unser Gegner, Bremer Osten 2, trat mit der kompletten Stammmannschaft an. Nichts Gutes war zu erwarten. Wir gingen wegen der freigelassenen Bretter mit einem 0:2 Rückstand in den Wettkampf und nach drei Stunden zeichnete sich die endgültige Niederlage ab, als Peter Bindrim (trotz Chancen), Harald und Hermann an den Brettern 1, 7 und 8 die Waffen strecken mussten. Nur ein Sieg von Nils König  hatte zwischenzeitlich für einen kleinen Hoffnungsschimmer gesorgt. Das Diagramm zeigt die Stellung nach dem 13. Zug von Weiß.

Thomas Angermann (1665) Bremer Osten 2 – Nils König (1491) Bremerhavener SG 1

Eine der längsten Partien wurde von Peter F. gespielt (Kommentare von Peter Frei).

Bisher beendet er seine Spiele meist in Zeitnot im Endspiel und so überraschte es nicht, dass er eine der längsten Partien spielte. „Natürlich spielte er auf Sieg. Ich hatte lange das Gefühl leicht besser zu stehen. Aber wie die Engine Analyse zeigt, konnte der Weiße nie entscheidenden Vorteil erringen. Nach dem 15. Zug entschloss ich mich erst mal abzuwarten und arglos ein bisschen hin und herzuziehen.“

Peter Frei (1747) Bremerhavener SG – Arndt Hochhuth (1749) Bremer Osten 2 (23. Zug Schwarz)

„Im 24. Tc3 Zug übersah ich arglos das Opfer 23. …Lxd4, dass ich gleich nach meinem Zug bemerkte. Ich machte gute Miene zum bösen Spiel und mein Gegner tat mir den Gefallen und übersah das Opfer. Er zog 23. … Ld8. Ich war erleichtert und schob in wieder ausgeglichener Stellung a tempo den nächsten Fehler 24. Db3 nach, der nun doch die Qualität kostete: 24. … La5. Aha.“

Peter Frei (1747) Bremerhavener SG – Arndt Hochhuth (1749) Bremer Osten 2 (25. Zug Schwarz)

„Weiß steht zwar auf Verlust, aber der Gewinnweg ist alles andere als einfach. Die Idee des Weißen ist die Stellung geschlossen zu halten und keine Figuren abzutauschen. Er kann nicht aktiv spielen und nur abwarten. Die Idee des Schwarzen muss sein, am Königsflügel die Bauern vorzuschieben und dort eine Linie für seine Schwerfiguren zu öffnen. Ein langwieriges Manöver.

Wir spielten ein paar Züge weiter und mir war klar, dass mein Gegner nach meinem 40sten Zug b3 noch keinen Gewinnplan hatte. Eine gute Gelegenheit Remis anzubieten.“

Peter Frei (1747) Bremerhavener SG – Arndt Hochhuth (1749) Bremer Osten 2 (30. ZUg Weiß)

„Nach dem 40sten Zug von Schwarz wäre, letzte Zeitperiode angebrochen und der Sieg war noch viele Züge weg. Der Wettkampf war aber zwischenzeitlich entschieden und Bremer Osten 2 lag uneinholbar in Führung. Daher nahm mein Gegner das Remis nach reiflicher Überlegung an.

Bei der gemeinsamen Analyse unterstützte uns ein Schachfreund von Bremer Osten 1, der den Gewinnweg beschrieb. Allerdings stellt auch er bei der Analyse eine Figur ein, so dass das Remis insgesamt die gerechteste Lösung zu sein schien.“

Ein Nachwort zur taktischen Aufstellung bei Spielerausfall in Mannschaftswettkämpfen

Wenn Spieler ausfallen, steht der Mannschaftsführer vor dem Problem, die Mannschaft so aufzustellen, wie es für den Verein am besten ist. Theoretisch gibt es zwei Möglichkeiten. Man fährt hin, lässt die Mannschaft in der Reihenfolge der Spielstärke spielen und lässt die letzten Bretter frei. Bei der taktischen Aufstellung lässt man vordere Bretter frei und meldet einige in der Mannschaft gemeldete Spieler fiktiv an einem vorderen Brett. Dies ist laut Turnierordnung erlaubt, jedoch werden bei taktischen Aufstellung Geldstrafen für den Verein verhängt.

Durch die taktische Aufstellung wird erreicht, dass unsere Spieler sehr wahrscheinlich gegen den Spieler spielen, gegen den Sie bei kompletter Aufstellung gespielt hätten, was im Übrigen, wenn es nicht zu Sieg reicht, doch eine bessere Brettpunktausbeute verspricht.

Es gab jedoch in der Vergangenheit eine Reihe von Spielern, die die Meinung vertraten, dass solches Vorgehen unsportlich oder gar unehrenhaft sei. Wir erinnern uns an jüngste Diskussionen, die aber absurd wirken, wenn man sich beschwert, selber aber auch nicht spielt und damit mit Verursacher des Problems ist.

Natürlich sind freie Bretter ein Ärgernis, denn unsere Gegner kommen, um einen sportlichen Wettkampf auszutragen und sind zurecht enttäuscht, wenn Sie vor einem leeren Brett sitzen.

Unser Verein hält taktische Aufstellungen für zulässig und allgemeinen Usus. Werfen wir einen Blick auf die Praxis bei taktischen Aufstellungen im Fall von Spielerausfällen in der Stadtliga der Saison 23/24.

Taktische Aufstellungen in Stadtliga Saison 23/24

Insgesamt waren bei 9 Mannschaften in 9 Runden 288 Partien zu spielen. Davon wurden 24 Partien nicht gespielt, weil ein Spieler nicht antrat (8,33%). In einem Fall trat eine Mannschaft komplett nicht an. Bei sechs Matches blieben jeweils die letzten Bretter frei, insbesondere in den letzten 3 Runden, als es eh keine Rolle mehr spielt und die Mannschaft den Klassenerhalt bereits geschafft hatte oder wusste, dass sie abstieg. In diesen Fällen erübrigt sich eine kostenpflichtige taktische Aufstellung aus ökonomischen Gründen.

Insgesamt kam es sieben Mal zu taktischen Aufstellungen, die von 5 von 9 Vereinen der Stadtliga vorgenommen wurden (in der obigen Tabelle rot markiert). Bei insgesamt sieben Vereinen kam es mindestens einmal zu einem Spielerausfall und dies, obwohl die meisten Vereine mehr als 15 Spieler gemeldet hatten.

Daher gilt auch für uns: Bei Spielerausfällen wird im Zweifelsfall taktisch aufgestellt. Keineswegs ist das unmoralisch und alle anderen machen das auch so.

Unser Spiel gegen Bremer Osten 2 am 10.01. stand unter keinem guten Stern. Zwei Stammspieler waren verhindert. Obwohl der Verein nun einige potenzielle Ersatzspieler hat, sagte noch am Morgen ein Ersatzspieler, der bereits zugesagt hatte, krankheitsbedingt ab. So musste die Mannschaft mit 6 Spielern nach Bremen fahren musste und hat das für uns bestmögliche daraus gemacht.

Das Spiel endete Bremer Osten 2 vs Bremerhavener SG 6 ½:1 ½.

Bremerhavener SG 2 gegen Leherheide 3 2:2 Werder 5 siegt verdient 5 1/2 : 2 1/2

Die Bremer Mannschaftswettkämpfe beginnen immer um 10:00, Sonntag.

Wir spielen die fünf Heimspiele in der Edith-Stein-Schule, die uns für die Saison 24/25 freundlicherweise ein ideales Zuhause gegeben hat. Man sieht auf dem Bild einige Grün-Weiße Tupfer, denn die Werder Spieler reisen nicht selten im Trikot an. Leider konnten unsere eigenen Trikots (Blue Royal) nicht mehr rechtzeitig angeliefert werden.

 

Traditionell unterhält die Bremerhavener SG freundschaftliche Beziehungen zur Schachabteilung von Werder. Diese ist mit 240 Mitgliedern der größte Schachverein im Bremer Verband. Werder ist mit insgesamt 7 Mannschaften in fast allen Spielklassen von der Schachbundesliga bis zur D-Klasse vertreten.

Unsere wettkampferprobten Gäste aus Bremen, Werder 5, waren in der vergangenen Saison aus der Verbandsliga abgestiegen. Trotzdem glaubten einige unverbesserliche Optimisten, dass eine Punkteteilung im Bereich des Möglichen läge. Am Genausten traf es aber Olaf, der wie einst Krake Paul bei der Fußball WM 2010, das exakte Ergebnis 5 ½:2 ½ orakelte.

Leherheide 3 reiste mit nur zwei Spielern zum Mannschaftswettkampf aus dem nahen Stadtteil an. Ein erwarteter Spieler tauchte auch Ablauf der Karenzzeit, 10:30, nicht auf, so dass unser Team glücklich mit 2:0 in Führung ging. Maike und Dirk machten enttäuschte Gesichter, denn Sie hätten lieber gespielt. Diese Steilvorlage konnten unsere Jugendspieler, Jonas und Maxim noch nicht nutzen. Sie spielten überhastet, so dass dieser Wettkampf gegen 11:00 vorbei war und unentschieden endete. Die folgende Partie wurde an Brett 1 gespielt. Die Partie steht nach dem 16 Zug von Weiß fasst ausgeglichen, mit leichtem Vorteil für Schwarz. Schwarz spielte völlig unverständlich h5, verlor einen Bauer und wenig später die Partie.

Jugendspieler haben noch wenig Erfahrung im Umgang mit langen Bedenkzeit, wie sie bei Standardpartien mit 5 – Stunden Bedenkzeit üblich sind. Viel „Rechenzeit“ wird üblichweise darauf verwendet, solche simplen Fehler – wie einzügiger Materialverlust – hier ein Bauer –  auszuschließen.

Gegen 11:30 waren alle Partien der 1. Mannschaft noch im Gange. Die meisten dauerten drei bis vier Stunden. Obwohl, wie man sieht alle Spieler mit voller Entschlossenheit zu Werke gingen, setzten sich am Ende die stärkere Mannschaft durch.

In dieser wilden Partie von Mirko (Brett 2) – ganz im Stil der Protagonisten des 19. Jahrhunderts – stand es nach dem 13. Zug von Weiß glatt auf Remis durch Zugwiederholung. Aber sein Gegner wollte es wissen und verlor folgerichtig in wenigen Zügen.

 Am längsten dauerte die Partie von Peter F., der sich am Ende knapp und etwas glücklich gegen Gerald Jung durchsetzte. Die Partie endete gegen 14:30.

An Brett 4 stand Shawn nach dem 21. Zug von Weiß im Vorteil. Am Ende reichte es aber nur für ein Remis.

Die Bilder wurden uns freundlicherweise von Schachfreund Andreas Burblies (Werder Bremen) zur Verfügung gestellt.

BSG 2 – BSG 2020 2 6½:1½, Riede 2 – BSG 2020 2 3:1  – Eine Reise ins Bremer Umland

Unser beiden ersten Auswärtsspiele in der Saison 24/25 gestalteten sich in der Vorbereitung schwierig. Es ist gar nicht so einfach 12 Spielerinnen und Spieler, dabei eine Jugendmannschaft, sicher zu expedieren und rückexpedieren. Hinzu kamen zwei krankheitsbedingte Ausfälle von Stammspielern in der 1. Mannschaft und die Absage eines Jugendspieler in der 2. Mannschaft.

Der Mannschaftsführer kam ganzschön ins Schwitzen, weil Riede mit öffentlichen Verkehrsmitteln sonntäglich praktisch nicht erreichbar ist. Schließlich wurde das Huckepack Verfahren gewählt und die 2. Mannschaft von der 1. Mannschaft zunächst nach Riede verbracht und auf dem Rückweg in Bremen wieder eingesammelt. Hier ist SF Lars Ludwig besonders zu danken, der kurzfristig an Brett 4 einsprang und unsere Logistik in perfekter Weise ergänzte, indem er die Reste Jugendmannschaft in Bremen sicher an die 1. Mannschaft übergab.

Riede 2 – BSG 2020 2 – 2. Mannschaft

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, zumindest einen Punkt aus Riede mitzunehmen. Jonas an Brett 1 machte seinen ersten Punkt und zeigt eine sehr gute Abwehrleistung, behielt die Übersicht und wehrte den Angriff überzeugend ab.

Jonas Ludiwig – Klaus Fahrenholz (1177)

Nach dem Sieg von Jonas lag die Überraschung in derLuft. Maike war einem Sieg zum Greifen nahe, doch leider verhaspelte Sie sich bei Ihrem 2. Turnierspiel in gewonnener Stellung vor der letzten Ausfahrt, stellte eine Figur ein und verlor denkbar knapp. Hier fehlte Ihr noch die Routine.

Erwin Schmiedt (986) – Maike Bauer 

BSG 2 – BSG 2020 2 – 1. Mannschaft

Obwohl wir das 2. Brett krankheitsbedingt freilassen mussten, war die Stimmung in der Mannschaft vor dem Spiel gut und die Chancen standen schlecht. Unser Namensvetter aus Bremen bereitete uns einen freundlichen Empfang, der Kaffee war lecker, das Kuchenbuffet spärlich. Leider versäumten Sie es uns gleichzutun und ein oder zwei Bretter freizulassen, was unsere Chancen abträglich war. Wir starteten mit einem Rückstand von 0:1 bei bester Laune.

Unser Ersatzspieler an Brett 8, Dirk, der seine erste Turnierpartie spielte, musste leider früh die Segel streichen. Als unser Clubmeister, Peter, in schwieriger Stellung kurze Zeit später den Gegner nur ein Remis abtrotzen konnte, stand es 2½:½ und es zeichnete sich ab, dass bei der BSG nur wenige Blumentöpfe zu gewinnen waren. Die größere Routine unserer SF führte dazu, dass die Bretter 4-6 schrittweise Ihre Stellung verschlechterten, so dass es nach knapp vier Stunden Spielzeit bereits uneinholbar 5 ½:½ stand. Unser Senior, Hermann stand mit leichtem Vorteil gut und durfte auf einen Sieg hoffen. Bravo.

Meine eigene Partie an Brett 3 stand nach der beidseitigen Zeitnot auf des Messers Schneide und auch die Bremer Schachfreunde versicherten mir später, dass der Ausgang völlig unkalkulierbar sei und nur einer gewinnen könne. Mein Gegner versuchte am Damenflügel durchzubrechen und ich selbst spielte um die Initiative am Königsflügel.

Nach dem 42. Zug kam mir die rettende Idee und ich bot Remis, das mein Gegner nach reiflicher Überlegung annahm. Unsere gemeinsame Analyse ergaben Folgendes. Seine Berechnungen hatten ergeben, dass ihm nur der Zug Ta8 – h8 bliebe und er dann in einer vermutlich schwierigen Stellung sei. Das stimmt. Die Partie wäre in diesem Fall für Schwarz verloren.

Allerdings ergab die Analyse mit dem Engine später, dass die Partie tatsächlich remis durch ewiges Schach war. Finden Sie den Zug?

Hermann erkämpfte wenig später das Remis, so das der Mannschaftskampf für die BSG 2 ausging. Die an diesem Tag bessere Mannschaft hat gewonnen. Ein Ergebnis mit dem wir leben können.