6. Spieltag – Bremerhavener SG 1 verliert ersatzgeschwächt gegen Werder 6

Auf die Spieler der ersten Mannschaft ist Verlass. Gerade an den Bretter 1-3 haben wir konstant gute Ergebnisse gesehen. Aber diesmal stand unser Match gegen Werder 6 unter keinem guten Stern. Schon vor Monaten hatte Peter B. an unserem Brett 2 wegen einer Terminüberschneidung abgesagt und vor zwei Wochen zog Mirko an Brett 3. Schließlich meldete sich Nathan zwei Tage vor dem Spiel überraschend ab.

Zwar konnten wir an Brett 8 und 7 Jugendspieler einsetzen, Ida und Jakob. Beide absolvierten damit ihr zweites bzw. erstes Spiel in der Stadtliga. Aber die Lücke an Brett 3 konnten wir nicht mehr schließen und mussten dieses Brett freilassen.

Bereits vor Beginn stand 0:1. Die 2,5:5,5 Niederlage kam nicht überraschend, war jedoch knapper als es auf den ersten Blick scheint, wie anhand der Partien zu sehen ist.

Tim Zimmer (1925) – Dmytro Vasilenko

Dmytro siegt an Brett 1 durch einem kompromisslos geführten Angriff. Immerhin war sein Gegner, Tim Zimmer (1925), bereits mehrfach Bremer Jugendmeister U10, U12 und ist dieses Jahr Mitfavorit für die U14. Er nahm mehrfach an den Deutschen Jugendmeisterschaften teil. Dmytro spielte im Stil der Meister des 19. Jahrhunderts das Evans Gambit der italienischen Eröffnung und führte seine Partie nahezu konsequent, bis sein Gegner kurz vor dem Matt im 29. Zug aufgab.

Elmir Gulamov (1748) – Peter Frei (1770)

Auch an Brett 2 spielt der Schreiber gegen den ehemaligen Bremer Jugendmeister 2024. Bis zum 21. Zug war das Spiel des Schwarzen praktisch fehlerfrei. Allerdings verpasste er in Zeitnot (noch 3 Minuten für 20 Züge) mit der Abwicklung 21. … Txh5 (-1,9) einen klaren Vorteil durch 21. … gxh5 (-0,3). Ein Remis Angebot des Schwarzen wenig später, lehnte der Weiße konsequenterweise ab. Inzwischen war der Wettkampf allerdings entschieden und Werder führte uneinholbar.

Zwischen Zug 22. und 30. Wechselten sich Weiß und Schwarz bei mittelschweren Fehlern ab.

Schließlich erreichten Beide den 40. Zug mit einem übersichtlichen Turmendspiel. Der Rest der Bremerhavener Spieler war abgereist und Werder führte inzwischen 5:2. Nach dreieinhalb Stunden nahm der Weiße, der es wohl noch man wissen wollte, in einem völlig ausgeglichenen Endspiel nach dem 46. Zug schließlich das Remis an.

David Feichtner (1662) – Nils König (1473)

An Brett 4 darf Nils mit einer Quote von bisher 4 Punkten aus 6 Spielen, ohne Niederlage, auf eine signifikante Steigerung seiner DWZ hoffen. Etwas unverständlich, warum er die Partie am Ende gegen den 200 DWZ-Punkte stärker eingestuften Bremer Jugendspieler nach dem 36. Zug bei -1,5 remis gab. Allerdings war der Wettkampf gegen etwa 13:00 bereits verloren und das offene Endspiel hätte vermutlich noch einige Zeit gedauert.

Olaf Toppke (1438) – Alexander Völpel (1596)

Auch Olafs Gegner war an Brett 5 ein 150 DWZ-Punkte stärker eingestufter Jugendspieler. In einer ruhigen Partie konnte Olaf den halben Punkt sicher nach Hause bringen. Auch diese Partie dauerte bis ca. 13:00.

Hier den Endstand:

Die Partien 4 und 5 wurden aus formalen Gründen, weil unser Spieler bei der Ergebnismeldung nicht eingetragen wurde, zunächst als verloren gewertet. Hiergegen läuft ein Protest. Wir gehen im Moment davon aus, dass es bei Remis bleibt und der Wettkampf, wie gespielt 2,5:5,5, gewertet wird. Wir berichten darüber später.